Geboren wurde "Jopie" am 5. Dezember 1903 im niederländischen Amersfoort als jüngster von vier Söhnen. Sein vollständiger Name: Johan Marius Nicolaas Heesters. Nach Beendigung seiner Schulzeit wollte er ursprünglich katholischer Geistlicher werden, machte dann jedoch eine kaufmännische Lehre in einem renommierten Bankhaus. An seinem 16. Geburtstag besucht er mit seinem Vater eine Theateraufführung und faßt den Entschluß, Schauspieler zu werden. Nach einer Gesangs- und Schauspielausbildung steht Heesters 17jährig in Amsterdam zum ersten Mal auf der Bühne. Es folgen Engagements an Sprechbühnen in Den Haag, Brüssel und Rotterdam. Heesters spielt die großen Klassiker der Theaterliteratur. 1924 dreht er seinen ersten Film, den niederländischen Stummfilm "Cirque Hollandais".

1930 heiratet Johannes Heesters die belgische Schauspielerin Louise H. Ghijs, mit der er bis zu ihrem Tode 1985 verheiratet ist. Beide Töchter treten später in die künstlerischen Fußstapfen der Eltern. Wiesje ist heute eine bekannte Pianistin in Wien, Nicole ist eine erfolgreiche Theater- und Fernsehschauspielerin, lebt und arbeitet hauptsächlich in Hamburg.

1923 übernimmt der Schauspieler Heesters seine erste Gesangsrolle in Strindbergs "Traumspiel". Es folgen diverse Operetten, wie "Walzertraum", "Dreimäderlhaus" und "König der Vagabunden". Von seinem Erfolg hört man auch in Wien, der Hauptstadt der Operette, und so holt man Heesters an die Volksoper, wo er 1934 mit Millöckers "Der Bettelstudent" debütiert. Presse und Publikum jubeln: Johannes Heesters wird zum Liebling der Wiener. Er gastiert danach in Salzburg, Innsbruck und Graz.

1936 folgt dann mit seinem Engagement bei der Ufa Babelsberg der Wechsel nach Berlin. Seine erste Rolle ist wiederum "Der Bettelstudent" im Film, neben Carola Höhn. Es folgen zahlreiche Filme wie "Gasparone", "Nanon" und "Hallo Janine" neben Marika Rökk, "Rosen in Tirol", "Immer nur Du", "Die Fledermaus" - und "Illusion" mit Brigitte Horney. Lange Zeit soll "Illusion" sein Lieblingsfilm bleiben und erst Mitte der 50er Jahre durch "Bel ami" abgelöst werden. Diesen eher ernsten Streifen sieht Johannes Heesters als Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens.